im Fokus02.10.2018
Wie Infrastruktur die Umsetzung von Megatrends unterstützt

Chris Manser, Head Infrastructure Investments von Swiss Life Asset Managers.

Fortschreitende Urbanisierung und Digitalisierung machen Infrastrukturinvestitionen unverzichtbar. Eine erfolgreiche Umsetzung dieser Megatrends benötigt die Zusammenarbeit zwischen privatem und öffentlichem Sektor.

"Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist."
Was Victor Hugo im vorletzten Jahrhundert erkannt hat, gilt heute mehr denn je. Insbesondere ist dies übertragbar auf Megatrends – Phänomene und Strömungen, die alle Ebenen der Gesellschaft umfassen und nachhaltig verändern. So haben die zwei Megatrends Urbanisierung und Digitalisierung die Welt im Vergleich zu vor 50 Jahren stark umgestaltet. Tiefgreifende Veränderungen, die das Leben vieler Menschen prägen, bedürfen üblicherweise hoher Investitionen in die Infrastruktur.

Megatrend Urbanisierung: Globale Verlagerung der Bevölkerung
1970 gab es rund drei Megacities – Städte mit mehr als 10 Millionen Einwohnern: New York, Tokyo und zeitweise auch Osaka. Mittlerweile sind es 23 Städte, bis 2030 sollen es 41 sein.

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt mittlerweile in urbanen Ballungszentren. Diese Zahl wird laut Schätzungen der Vereinigten Nationen bis 2050 auf 66% steigen. Städte werden damit zunehmend zu Treibern der Wirtschaftsleistung. Bis 2030 werden die 750 grössten Städte schätzungsweise mehr als 60% des globalen BIP erwirtschaften.

Private Investoren gefordert
Grossstädte sind aber nicht nur hochproduktiv – sie sind auch  Energiefresser. Rund zwei Drittel des weltweiten Energieverbrauchs geht auf ihr Konto. Globale Urbanisierung erhöht den Bedarf nach Infrastruktur enorm: bis 2030 müssen gemäss OECD jährlich weltweit ca. 3,5 bis 4 Billionen US-Dollar in Infrastruktur investiert werden. Staatskassen können das nicht alleine stemmen, es braucht privates Kapital.

An dieser Stelle kommen Vermögensverwalter, Investmentbanken und Private Equity ins Spiel, die Investoren den Zugang zu Infrastrukturprojekten, meist durch Fonds, ermöglichen. Dabei unterscheidet man Infrastruktur, die noch errichtet werden muss, sogenannte Greenfield-Projekte, und Anlagen, die bereits in Betrieb sind (Brownfield-Infrastruktur). Der Ende Juli lancierte Swiss-Life-Infrastrukturfonds GIO Growth ist in beiden Segmenten aktiv. Bis zu 30% des Kapitals wird der Fonds in Greenfield-Projekte investieren. Rund 10% seiner vorgesehenen Investitionen fliessen in Nicht-OECD-Länder. In diesen Regionen sind das Wachstum und der Bedarf an Infrastrukturinvestitionen am grössten.

Megatrend Digitalisierung: Glasfasertechnologie in der Schweiz
Die erste Investition des GIO Growth Fonds betrifft aber die Schweiz und einen weiteren Megatrend: die Digitalisierung.

Telekommunikation hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der am schnellsten wachsenden Sektoren entwickelt. Mit dem erhöhten Datentransfer stösst das traditionelle Kupferkabel an seine Grenzen. Um die Leistungsfähigkeit des Fernmeldenetzes zu erhöhen, setzt auch das Bundesamt für Kommunikation auf die Verlegung von Glasfaserkabeln (Lichtwellenleiter) in Wohn- und Geschäftshäuser (Fiber to the Home, FTTH). Die Beschleunigung des Aufbaus von Glasfasernetzwerken wird in vielen Ländern staatlich gefördert. Hierzulande sind es meist die Gemeinden, die in Zusammenarbeit mit Privaten die Entwicklung vorantreiben.

Das Schweizer Glasfasernetzwerk steckt noch in den Kinderschuhen. 23%1 der Schweizer Haushalte sind daran angeschlossen. Der Infrastrukturfonds GIO Growth beteiligt sich deshalb an Swiss4Net (S4N). Die Gesellschaft betreibt eines der wenigen unabhängigen open-access FTTH-Netze in der Schweiz. Über die Betreibergesellschaften in Baden und Chiasso werden heute gut 25 000 Haushalte mit glasfaserbasierten Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/Sekunde versorgt.

Infrastruktur fördert Entwicklung neuer Technologien
Geplant sind rund 145 000 neue Anschlüsse in 11 weiteren Gemeinden. Die zunehmende Dichte und Nutzung der Glasfasernetze regt die Entwicklung innovativer Dienstleistungen in der Datenübertragung an, etwa die Einführung von Gigabit-Breitband, wo bisher asiatische Länder führend sind. Dasselbe gilt für 4K TV. Infrastrukturinvestitionen im Telekommunikationssektor, beispielsweise im Bereich Datentransfer und –Aufbewahrung wie Datenzentren und digitale Netze, ermöglichen zudem den Fortschritt von neuen Trends wie "Internet of Things" und "Smart Cities".

Mit der Investition in Swiss4Net trägt der Swiss Life-Fonds GIO Growth zur Unterstützung von Megatrends durch Infrastruktur bei. Weitere Investitionen in diverse Infrastruktursektoren sind bereits für die nächsten Monate vorgesehen.

1 Arthur D. Little, 2018

 

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Die vollständigen Angaben zum hier erwähnten Anlagefonds sind den jeweiligen Verkaufsprospekten in Verbindung mit den jeweiligen Jahresberichten und Halbjahresberichten, sowie den wesentlichen Anlegerinformationen zu entnehmen. Diese Unterlagen stellen die allein rechtlich maßgebliche Grundlage für einen Erwerb der Anteile dar. Sie können kostenlos in elektronischer oder gedruckter Form in deutscher Sprache bei der Fondsleitung bzw. beim Vertreter Swiss Life Asset Management AG, General-Guisan-Quai 40, P.O. Box 2831, 8002 Zürich, bezogen werden. Zahlstelle in der Schweiz ist die UBS AG, Bahnhofstrasse 45, 8001 Zürich. Gerichtsstand für in der Schweiz vertriebene Anteile von ausländischen Investmentfonds ist am Sitz des Vertreters. Der in der vorliegenden Publikation genannte Anlagefonds ist im Grossherzogtum Luxemburg domiziliert.

Der genannte Fonds wird nicht zum Vertrieb an nicht qualifizierte Anlegerinnen und Anleger in der Schweiz zugelassen und richtet sich daher ausschliesslich an qualifizierte Anlegerinnen und Anleger im Sinne des Kollektivanlagegesetzes. Als qualifizierte Anlegerinnen und Anleger gelten namentlich: beaufsichtigte Finanzintermediäre wie Banken, Effektenhändler, Fondsleitungen, Vermögensverwalter kollektiver Kapitalanlagen, Zentralbanken, beaufsichtigte Versicherungseinrichtungen, öffentlich-rechtliche Körperschaften, Vorsorgeeinrichtungen mit professioneller Tresorerie sowie Unternehmen mit professioneller Tresorerie. Vermögende Privatpersonen gelten ebenfalls als qualifizierte Anlegerinnen und Anleger, sofern sie schriftlich erklärt haben, als solche gelten zu wollen. Schliesslich sind Anlegerinnen und Anleger, die mit einem Finanzintermediär einen schriftlichen Vermögensverwaltungsvertrag abgeschlossen haben, auch als qualifizierte Anlegerinnen und Anleger anzusehen, sofern sie nicht schriftlich erklärt haben, nicht als solche gelten zu wollen.


Autor: Chris Manser, Head Infrastructure Investments von Swiss Life Asset Managers

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