im Fokus11.05.2018
Strukturelle Trends sind wichtiger als Konjunkturzyklen

Adrian Daniel, Fondsmanager des MainFirst - Absolut Return Multi Asset

Das niedrige Zinsumfeld in Deutschland und Europa bietet Anlegern seit vielen Jahren kaum noch Chancen, attraktive Renditen zu erzielen. Somit sind Alternativen gefragt. Eine davon ist der MainFirst Absolute Return Multi Asset.

Der von Adrian Daniel und seinem Team gemanagte Mischfonds ist besonders für risikobewusste Anleger interessant. Die Zielrendite beträgt 5 Prozent pro Jahr bei angemessener Volatilität. Der fünfjährige Track Record zeigt, dass sich dies kontinuierlich umsetzen lässt. Die annualisierte Wertentwicklung beträgt 5,48 Prozent bei einer durchschnittlichen Volatilität von 5,01 Prozent seit Auflage (Stand 30.04.2018, Anteilsklasse C, ISIN LU0864714935).

Die Fondsmanager gehen davon aus, dass strukturelle Trends aussagekräftiger sind als Konjunkturzyklen und somit langfristige Prognosen über die Wertentwicklungen zulassen. Aus diesem Grund analysiert das Team beispielsweise strukturelle Entwicklungen in den Bereichen der Digitalisierung und der Automatisierung. Hierbei gilt es herauszufinden, welche Firmen besonders von diesem Trend profitieren und somit ein zweistelliges Wachstumspotenzial aufweisen. Denn je ausgeprägter sich die genannten Technologien weiterentwickeln, desto stärker nehmen sie wiederum Einfluss auf übliche makroökonomische Daten. So steigt das Team anhand detaillierter Analysen besonders früh in neue Entwicklungen ein, mit dem Ziel, besonders attraktive Renditen zu generieren.

Die Digitalisierung hat bereits in vielen Geschäftsbereichen grosse Veränderungen bewirkt. Amazon hat ein grosses E-Commerce-Imperium aufgebaut und veränderte damit den etablierten Einzelhandel nachhaltig. Google und Facebook prägen durch ihre digitalen Online-Plattformen die Vernetzung von Menschen und Informationen. Dies führte zu grossen Veränderungen auf den Kapitalmärkten, sodass einige Tech-Unternehmen, wie Apple oder Alphabet, heute die höchste Marktkapitalisierung aufweisen.

Auch die fortschreitende Automatisierung durchbricht verschiedene Ebenen. Produktionsprozesse in Unternehmen verändern sich. Amazon nutzt in seinen Lagern immer mehr Roboter, um die bestellten Waren schneller und effizienter an Kunden zu senden. Dadurch kommt es zu Veränderungen des Lohn-Preis-Niveaus. Während gering qualifizierte Arbeitskräfte eher weniger verdienen, steigen die Löhne qualifizierter Arbeitskräfte. Gleichzeitig generieren Unternehmen mit Hilfe der Automatisierung höhere Einnahmen. Die höhere Produktivität, bei niedrigeren Kosten, ermöglicht es, mehr Gewinn zu erwirtschaften oder neue Geschäftsbereiche aufzubauen. Nachhaltige Wertsteigerungen finden somit sehr stark in innovativen Geschäftszweigen statt. Investitionen in Unternehmen, die strukturelle Trends vorantreiben, haben dadurch auf der Aktienseite des Fonds signifikant zur Performance über die letzten Jahre beigetragen.

Doch auch bei Anleihen gilt es, langfristig zu denken und dabei die Geschäftsmodelle der Emittenten auf strukturelle Veränderungen sowie disruptive Technologien zu analysieren. So galt z. B. Toys “R” Us Anfang des Jahrtausends noch als Vorzeigeunternehmen im Kreditmarkt, musste jedoch kürzlich aufgrund des stark aufkommenden E-Commerce-Wettbewerbs Insolvenz anmelden. Solche Risiken gilt es, frühzeitig zu erkennen. Mit der weitsichtigen Perspektive werden zudem übergeordnete Entwicklungen für die Zinsmärkte, wie die geringe Kerninflation, trotz der Diskussion um ein baldiges Ende des EZB-Anleiheaufkaufprogramms nicht ausser Acht gelassen. Während die Duration im Fonds am Jahresanfang aufgrund der attraktiven Renditemöglichkeiten auf 4,8 Jahre verlängert wurde, sind sie nun wieder bei unter 4 Jahren. Insgesamt werden im Portfolio jeweils ca. 30 Prozent Unternehmens- und 20 Prozent Staatsanleihen gehalten, um ein optimales Chance-Risiko-Profil zu erreichen.

Die Mischung aus einem flexiblen Ansatz und der Konzentration auf langfristig geltende, strukturelle Wachstumstrends kann Anlegern in Europa attraktive Anlagemöglichkeiten bieten. Denn Faktoren wie Digitalisierung und Automatisierung sind neben den Veränderungen in der Demographie wichtige Gründe für die niedrige Kerninflation in der Eurozone. Auch angesichts der erwähnten niedrigen Zinsen bietet die Anlage in den global investierenden MainFirst Absolute Return Multi Asset eine vielversprechende Renditequelle für risikobewusste Investoren. Seit Auflage vor 5 Jahren (29.04.2013) hat der Fonds damit eine kumulierte Wertentwicklung von 30,54 Prozent erzielt (Stand 30.04.2018, Anteilsklasse C, ISIN LU0864714935).  

 

MainFirst Absolute Return Multi Asset A auf einen Blick:

Lancierung:29.04.2013
Domizil:Luxemburg
Basiswährung:EUR
Management Fee:1,50%
Valorennummer:21314751
ISIN-Nummer: LU0864714000
Fondsmanager:Adrian Daniel


 

Fondsinformationen von Morningstar

Quelle für alle Daten und Grafiken (sofern nicht anders vermerkt): MainFirst Asset Management 


Autor: Adrian Daniel, Fondsmanager des MainFirst - Absolut Return Multi Asset

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