im Fokus11.04.2018
Smart Beta auf dem Vormarsch

Bild: UBS AM

Nach einem Rekordjahr 2017 ist das faktorbasierte Investieren, auch als Smart Beta bekannt, auf bestem Wege, sich als fester Portfoliobestandteil zu etablieren.

Mehr und mehr Investoren beschäftigen sich mit den ebenso vielfältigen wie interessanten Möglichkeiten, die das Factor Investing bietet. Noch werden die Smart-Beta-ETFs  nicht so breit genutzt wie beispielsweise in den USA, doch 2017 verzeichneten Faktor-ETFs in Europa Rekordzuflüsse von rund 10 Milliarden US-Dollar. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Die Palette der angebotenen Produkte ist breit und die Chancen sind zahlreich.

Die Grundlage des faktorbasierten Investierens ist, dass Aktien mit bestimmten Merkmalen (Faktoren) langfristig tendenziell besser abschneiden als der breite Markt. Zu den gängigsten Faktoren zählen Value, Size, Momentum, Quality, Yield und Low Volatility. Alleine diese Faktoren konnten den Markt seit 2001 jährlich um 175 Basispunkte (Yield) bis 570 Basispunkte (Size) übertreffen. Die risikobereinigten Renditen aller sechs Faktoren lagen dabei deutlich über denjenigen des Standard-Aktienmarktes in der Eurozone. Das Gleiche gilt für die US-Aktienmärkte. Umfassende wissenschaftliche Untersuchungen haben überdies bestätigt, dass die Aktienfaktoren den allgemeinen Märkten über unterschiedliche Zeiträume und Regionen hinweg überlegen waren. Zwar gibt es auch hier Phasen mit einer unterdurchschnittlichen sowie zyklischen Wertentwicklung, langfristig bieten Faktoren aber positive Überschussrenditen.

Verschiedene Strategien führen zum Erfolg
Anleger können auf mehreren Wegen in Faktoren investieren: Sie können eine klassische Buy and Hold-Strategie verfolgen und langfristig einen oder mehrere bevorzugte Faktoren kaufen, beispielsweise den Faktor Low Volatility, um das Portfoliorisiko zu reduzieren. Zudem gibt es die Möglichkeit taktischer Wetten, auch Faktor-Timing genannt, mit denen Opportunitäten in Bezug auf die Bewertung einzelner Faktoren oder deren kurzfristige Bewegungen genutzt werden können. Zudem können Anleger im Verlauf eines Konjunkturzyklus zwischen Faktoren rotieren. So könnten sich zum Beispiel Aktien mit einer Low Volatility oder Quality in Zeiten wirtschaftlicher Abschwünge lohnen, während Momentum-Titel in Phasen einer konjunkturellen Erholung eine bessere Wertentwicklung erzielen. ETFs, die spezifische Faktorengagements replizieren, sind eine transparente und kosteneffiziente Lösung für jede dieser Strategien.

Zusätzlich dazu gibt es die Möglichkeit des Multi-Factor-Investing, das sich aus dem Investieren in einzelne Faktoren entwickelt hat. Ziel von Multi-Faktor-Strategien ist es, die Portfoliorenditen zu verbessern und gleichzeitig das Risiko durch eine Verteilung auf mehrere Faktoren zu reduzieren. Dieser Ansatz ist ideal für Anleger, die Faktor-Risikoprämien mit einem geringeren Risiko als bei einzelnen Faktoren nutzen möchten.

Zudem sind Multi-Faktor-ETFs aufgrund der geringeren Risiken tendenziell besser als teilweiser Ersatz für Kernportfolios geeignet. Im Gegensatz dazu eignen sich einzelne Faktoren besser als Satelliten-Anlagen. UBS bietet einen Multi-Faktor-ETF, der auf dem MSCI USA Select Factor Mix basiert. Der Index repräsentiert ein gleich gewichtetes Investment in die sechs gängigen Aktienfaktoren: Value, Quality, Yield, Size, Momentum und Low Volatility. Ein solches Portfolio bot seit Januar 2000 (Backtest) eine Überschussrendite von 327 Basispunkten pro Jahr. Selbst während der Finanzkrise erlitt es keinen relativen Rückgang. Das zeigt das bemerkenswerte Potenzial des Factor Investing.

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Autor: UBS AM

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