Zusatzrendite mit Sektorenansatz
Nordea 1 - European Alpha Fund
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Der europäische Markt wächst immer mehr zusammen und geographische Unterschiede verschwinden. Der Fondsmanager des Nordea 1 European Alpha Fund setzt deshalb erfolgreich auf einen Sektoransatz. |
Mit der Vereinheitlichung des europäischen Marktes und der globalen Vernetzung der Weltwirtschaft treten geographische Unterschiede innerhalb Europas immer mehr in den Hintergrund. Wie lässt sich in Europa gegenüber dem Marktdurchschnitt eine Zusatzrendite erwirtschaften?
Die Wirtschaftszyklen und damit die Aktienkurse in den verschiedenen Ländern Europas entwickeln sich weitestgehend im Gleichschritt. Jedoch gibt es Sektoren wie die Versorgungs-, Industrie-, Konsum- oder Finanzindustrie, die an anderen Zeitpunkten im Konjunkturzyklus von einer anziehenden Nachfrage profitieren. Ist man hier übergewichtet, lässt sich eine Zusatzrendite erzielen.
Im Nordea 1 European Alpha Fund setzt Richard Robinson, Fondsmanager des Anlageberaters Ashburton, die seit Jahren erfolgreiche Strategie um. In zehn Jahren resultierte eine Performance von über 300%, während der MSCI Europe rund 120% zulegte. Das Management-Team verfolgt einen Top-Down-Ansatz, der auf der Identifikation von langfristigen Werttreibern beruht:
- Transportsektor profitiert
Knapp 80% des Energiebedarfs in China wird mit Kohle gedeckt und pro Woche werden zwei neue Kohlekraftwerke gebaut. Ein Drittel des Eisenerzes weltweit wird von China verbraucht. Eine der Folgen ist, dass die Kapazitäten an Schüttguttransporten bei der Seefracht ausgebaut werden. 38% der weltweiten Seetransporte befördern Schüttgüter, je ein Drittel davon entfallen auf Kohle und Eisenerz. Europäische Transportunternehmen profitieren von dieser Entwicklung. - Ölförderung immer teurer
Seit 1975 wurde keine billige Onshore-Ölquelle mehr erschlossen. Beim heutigen Ölpreis können mit neuen technischen Mitteln weitere Offshore-Vorkommen erschlossen und abgebaut werden, die noch vor wenigen Jahren unprofitabel gewesen wären. Mittelfristig profitieren Unternehmen in den Bereichen Tiefseebohrungen, Seismik oder Tanker- statt Pipelinebasierten Transportmethoden. Zahlreiche spezialisierte europäische Firmen sind in diesem Sektor gut positioniert. - Deutsche Infrastruktur mit Nachholbedarf
Aktuell sind in Deutschland sehr gute Chancen im Infrastruktursektor auszumachen. Die Wiedervereinigung 1990 hatte einen fünfjährigen Bauboom zur Folge. In den zehn Jahren danach ging die Bauindustrie um 40% zurück. Die Kapazitätsauslastung ist jetzt erstmals wieder auf dem Stand nach der Wiedervereinigung und der vernachlässigte Baubereich erholt sich. Allein im Verkehrssektor plant Deutschland Ausgaben von 10 Mrd. Euro jährlich bis zum Jahr 2010.
Die klare Meinung zu den Makrotreibern führt zu einer Sektorgewichtung, die stark vom Index abweichen kann. Aktuell sind über 50 % des Fondsvermögens in Aktien der Sektoren Industrie und Energie investiert. Die konkrete Titelauswahl innerhalb eines Sektors erfolgt nach einem klar definierten Prozess, der vier Faktoren einbezieht.
Wachstum zu vernünftigem Preis
Die Ertragsqualität muss ausgezeichnet sein, das heisst die Unternehmen müssen eine solide und effiziente Kapitalstruktur, einen steigenden Cash Flow und einen positiven Gewinntrend aufweisen. Neben eigenem Research werden dazu externe Datenbanken hinzugezogen. Ein wichtiger Hinweis sind die Gewinnkorrekturen von Analysten sowohl auf Sektor- als auch auf Titelebene.
Die Gewinnkorrekturen der vergangenen Monate werden systematisch ausgewertet. Korrekturen der Analysten nach oben sind ein Signal für die Sektorattraktivität. Die Unternehmen werden regelmässig besucht. Die Beurteilung des Managements nach persönlichen Gesprächen fliesst in die Bewertung ein. Ziel ist die Auswahl von Unternehmen mit einem niedrigen Aktienkurs im Verhältnis zur erwarteten Wachstumsrate. Oder anders ausgedrückt: Gesucht wird Wachstum zu einem vernünftigen Preis.
Das Portfolio umfasst 60 bis 80 Positionen. Um die Risiken einer Einzelposition zu minimieren, beträgt das Anlagevolumen eines einzelnen Titels zwischen 1 und 1,5 % des Portfolios. Steigt der Wert einer Einzelposition darüber hinaus, wird ein Teil abgebaut. Ebenso gelten strikte Stopp-Loss-Regeln.
Fondsdaten
| Lancierung | 13.11.2007 |
| Währung | EUR |
| Fondsmanager | Richard E. Robinson |
| Referenzindex | MSCI Europe - Net Return |
| ISIN | LU0326853404 |














